In früheren Zeitaltern war die Kunst des Menschen ihrer Natur nach objektiv.
In immer wiederkehrenden Formen und Strukturen spiegelten sich in ihr die ewigen
Gesetze, die dem Aufbau des Kosmos zugrunde liegen. Nicht der Wille des Künstlers, sondern
der Wille der Schöpfung selbst war es, der in ihnen zum Ausdruck kam.
In der Moderne mit ihrer starken Betonung von Individualität
und Persönlichkeit ist diese Objektivität weitgehend verloren gegangen.
Der heutige Künstler drückt wahlweise seine eigene oder
kollektive Wahrnehmungen aus. Das mag für ihn selber karthatische Wirkung
haben - für andere Menschen ist es oft nutzlos oder sogar gefährlich.
Auch die scheinbar objektiven Bewertungskriterien, wie sie zum Beispiel
an Kunsthochschulen gelehrt werden und in zeitgemässen Diskursen vorkommen, haben
ihre Wurzel gewiss nicht in primären Prinzipien sondern ausschliesslich in den
jüngeren soziokulturellen Entwicklungen, die sie spiegeln. Nichtsdestotrotz gibt es
auch heute Kunstwerke, die den führenden Einfluss objektiver Wahrheit
erkennen lassen - interessanterweise entstehen diese oft ohne dass es dem Künstler überhaupt bewusst ist.
Sie scheinen sich an jeglicher Willensentscheidung vorbei in der sogenannten Wirklichkeit zu manifestieren.
Ausschliesslich der Förderung und Verbreitung ebensolcher
Kunst- in allen existenten Bereichen- widmet sich das KUNSTHAUS GASSI.